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Systemische Führung für die Organisation der Zukunft - Selbstorganisation

„Wer sich selbst nicht zu führen versteht, kann auch andere nicht führen.“

(Alfred Herrhausen) 

Um in den neuen Systemen von Organisation und Kommunikation führen zu können, ist es entscheidend zu wissen, was ich als Führungskraft will und wie ich die gesteckten Ziele erreiche. Ich muss in der Lage sein, Menschen Visionen zu vermitteln, sie begeistern für das gemeinsame Ziel und sie mitnehmen auf dem Weg dahin. Um dies zu können, braucht es mehr als das Wissen um Bilanzen und Gewinne. Es setzt voraus, dass ich mir meines Selbst und des Selbst der Anderen um mich herum bewusst bin. Auch muss ich mein Unternehmen und die Umwelt, in der es sich bewegt, kennen und in meine Überlegungen einbeziehen. 

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Die Anderen führen - Die 2. Interaktionsebene in der systemischen Führung

Ziel und Zweck des Systems Unternehmen ist sein Erfolg. Und entscheidend für den Unternehmenserfolg sind die Menschen, die ihn erarbeiten. Aus diesem Grund besteht die Kunst des Führens nicht darin, das System an sich zu managen, sondern die Beziehungen darin. Erfolgreiche Organisation in der Wirtschaft stellt deshalb von vornherein die wichtigste Aufgabe in den Fokus: das gute Führen von Menschen. 

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Sich selbst führen - Die 1. Interaktionsebene in der systemischen Führung

Der systemische Ansatz betrachtet Führung als ganzheitliches Phänomen, richtet den Blick dabei aber zugleich gezielt auf eine Größe, die bei anderen Ansätzen ein blinder Fleck im Auge des Betrachters bleibt: die Führungskraft selbst. Denn sich und andere zu führen, beginnt mit Selbstreflexion, Selbstkritik, Selbstkontrolle, mit der Suche nach Wurzeln und Mustern der eigenen Denk- und Gefühlsstrukturen, nach persönlichen Glaubenssätzen und ihrer Aktualität. Die systemische Führungskraft ist intrinsisch motiviert und vertraut sich selbst. Nur wer sich selbst vertraut, dem vertrauen auch die anderen. Das Selbstbewusstsein beinhaltet hierbei nicht nur das Vertreten der eigenen Stärken, sondern auch das Stehen zu den eigenen Schwächen. Denn eine systemische Führungskraft weiß, dass sie fehlbar ist. Wer keine Fehler macht, lernt nichts dazu und kann sich nicht verbessern. Deshalb braucht eine erfolgreiche Organisation eine gelebte Fehlerkultur. Um diese zu etablieren, muss die Führung den positiven, konstruktiven Umgang mit Fehlern vorleben. Zudem ist die systemische Führungskraft dazu bereit sein, sich selbst weiterzuentwickeln, sich neues Wissen und neue Kompetenzen zu anzueignen und dabei mehr und mehr eine inspirierende, aber auch effektive Führungspersönlichkeit zu werden. 

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Fünf Merkmale von Netzwerkstrukturen in der systemischen Führung

Brafman und Beckström fassen die Merkmale dezentraler Organisationen anhand von fünf Merkmalen zusammen. Diese Merkmale dienen jedoch lediglich als Anregungen.

Gleichberechtigte Mitglieder: In Netzwerkorganisationen sind Wissen und Macht gleichmäßig verteilt, sie werden nicht formalen Hierarchien zugeordnet. In der Wirtschaftswelt kann das beispielsweise bedeuten: Wer bei einem Projekt die beste Expertise hat, übernimmt temporär die Führung. Dabei kann es sowohl um fachliches als auch um regionsspezifisches Wissen gehen.

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Das Kleeblatt als systemische Netzwerkorganisation

Der einflussreiche Managementdenker Charles Handy, Professor für Managementpsychologie an der London Business School stellte in seinem 1989 erschienenen Buch „The Age of Unreason“ seine Kleeblatt-Organisation vor, die ebenfalls mit einer Netzstruktur arbeitet und bereits eine Vielzahl der Merkmale einer Netzwerkorganisation aufweist. Handy verwendete als Symbol das irische Nationalemblem, das Shamrock (dreiblättriges Kleeblatt), welches für die Iren die heilige Dreifaltigkeit symbolisiert: „A shamrock, I pointed out, was three leaves that still remained one leaf, which was why St. Patrick used it to describe the Christian doctrine of the Trinity – three Gods in one God.”

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Heterarchien und Vernetzung in der systemischen Führung

Heterarchien

Geprägt wurde der Begriff der „Heterarchie“ als Gegenteil von „Hierarchie“ 1945 von dem amerikanischen Neurophysiologen und Kybernetiker Warren McCulloch im Zusammenhang mit neuronalen Netzwerken: Eine Theorie zur Signalweiterleitung zwischen Neuronen in neuronalen Netzwerken geht von einer heterarchischen Kommunikationsstruktur aus. 

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Die 7 Kernthesen der systemischen Führung

Systemische Führung bedeutet, sich verschiedener Aspekte und der systemischen Interaktionsebenen bewusst zu sein. Aus all den erwähnten Aspekten entsteht eine hoch wirksame Kombination der menschlichen und der leistungsorientierten Perspektive der Führung. Die Vorstellung von moderner (systemischer) Führung, nach der die Führungsperson sich selbst, die Anderen, das Geschäft und in dem Umfeld führt, basiert auf den 7 Kernthesen, die zusammengefasst werden können als Zukunft/Orientierung (1.), Entscheidung/Macht (2.), Verantwortung (3.), Kontakt/Kommunikation (4.),  Selbstreflexion (5.), Gefühl/Wertschätzung (6.) und Zielerreichung/Leistung (7.).

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Die 4 systemischen Interaktionsebenen

Strukturen und Beziehungen verändern sich rasant und permanent – und zwar nicht linear, kausal und evolutionär, sondern netzartig, zirkulär und komplex. Die flexible, hybride Organisation der Zukunft lässt sich nur systemisch zum Erfolg führen, denn der systemische Führungsansatz ist die Antwort auf die externen und systeminternen Anforderungen an Führung. Sie setzt im Inneren des Systems an und zwingt der Organisation keine starren Strukturen auf. Gleichzeitig ist eine systemische Führung in der Lage, schnell und flexibel auf Veränderungen der Umwelt zu reagieren. Sie begrüßt den Wandel und agiert mit Verstand und Gefühl, mit emotionaler Intelligenz und wirtschaftlichem Sachverstand.

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Fünf Herausforderungen an die Führung

Fünf Herausforderungen an die Führung 

Wer ist vor allem betroffen von einer neuen Führungskultur und welche systemischen Aspekte spielen eine Rolle? Hier gibt es einige Punkte, die nicht neu sind, jedoch heute noch stärker an Bedeutung gewonnen haben. Die Boston Consulting Group hat in ihrer Studie „Creating People Advantage“ Strategien für die Bewältigung der Herausforderungen an das Personalmanagement weltweit bis 2015 untersucht. Auch sie betont die wachsende Rolle, die Mitarbeiter heute in den Unternehmen spielen. Besonders diese fünf Herausforderungen an die Führung sind wichtig:

Globalisierung Flexibilisierung vs. Sicherheit Mitarbeiterbindung Demografie Psychische Arbeitsbelastung

Doch was bedeutet das genau?

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Kennen Sie die drei wichtigsten Eigenschaften einer guten Führungskraft?

Eine Frage die vor 10 Jahren noch recht eindeutig zu beantworten gewesen wäre: Zuerst brauche ich als gute Führungskraft, die Fähigkeit Orientierung geben zu können, im Sinne ein Ziel vorgeben zu können, für mein Team, meine Abteilung, meinen Bereich oder mein Unternehmen. Dies ist nämlich die Kernfunktion von Führung. Die zweite Kernfunktion ist, als gute Führungskraft muss ich in der Lage sein, die notwendigen Entscheidungen zu treffen, d.h. eine Differenzierung zwischen mehreren Möglichkeiten herzustellen. Und drittens muss ich in der Lage sein, die beiden vorgenannten Kernfunktionen gut, im Sinne von verständlich, an meine Mitarbeiter und Stakeholder kommunizieren zu können. In klassisch-traditionellen, im Sinne hierarchisch geführten und zentralistisch strukturierten Unternehmensorganisationen, galt und gilt dies bisher unbestritten.

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