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Systemische Führung für die Organisation der Zukunft - Wandel erfordert Umdenken

Wandel fordert Umdenken – eigentlich ein alter Hut

„Große Unternehmen haben ständig mit dem Problem der Bürokratisierung zu kämpfen. Je umfangreicher der Apparat und je komplizierter die organisatorische Struktur, desto größer ist die Gefahr, dass Eigeninitiative, Leistungswille und Verantwortungssinn der Mitarbeiter verkümmern. Es fehlt an der Durchschaubarkeit von Strukturen, einer Grundforderung moderner Arbeitseinstellung. Aber nicht nur die Unternehmen haben Probleme mit der Flexibilität. Probleme haben auch manche Mitarbeiter. Es müssen deshalb alle Anstrengungen darauf gerichtet werden, Führungskräfte und Mitarbeiter zu neuer Flexibilität zu führen. Dies ist in unserer Situation sich ändernder wirtschaftlicher Strukturen und konjunktureller Probleme unerlässlich.“[i]Diese Feststellung traf Ernst Zander, ehemaliger Professor für Personalwirtschaft und Organisation in Berlin sowie für industrielle Führungslehre in Hamburg, bereits 1984 in dem Text „Führen ohne Dogma“, den er für die ZEIT zum Thema Management schrieb. Seine Forderung könnte genauso gut auch aus der heutigen Zeit stammen und hat an Aktualität nichts verloren.

Welche Herausforderungen auf die Unternehmen zukommen, habe ich bereits mehrfach angesprochen: Wir leben in einer Weltwirtschaft, die neue Formen von Kommunikation und Vernetzung erfordert. Wir müssen flexibel in unseren Handlungen sein, aber gleichzeitig auch ein gewisses Maß an Sicherheit vermitteln, sowohl unseren Kunden, als auch unseren Mitarbeitern gegenüber. Wir müssen die vorhandenen Talente fördern und an das Unternehmen binden. Und zwar nicht nur in materieller Form, sondern zwingend auch emotional. Denn die Vorstellungen von Lebensglück, von der Balance zwischen Arbeit und Privatleben, haben sich verändert. 

Familie und Privatleben werden immer wichtiger. Man will nicht mehr sein gesamtes Leben ausschließlich der Arbeit widmen. Es gilt zudem die psychischen Folgen zu hoher Arbeitsbelastung zu vermeiden, denn ein ausgebrannter Mitarbeiter nutzt einem Unternehmen nichts. Und wir können es uns nicht leisten, die Arbeitskraft, die wir haben, zu verschwenden. Denn eine weitere, seit langem bekannte Erkenntnis ist: unsere Gesellschaft altert und wir sind als Unternehmer mehr und mehr dazu verpflichtet, sowohl junge Talente zu finden und zu entwickeln, als auch das Know-How der älteren Mitarbeiter effektiv und möglichst lange zu nutzen. 

 

[i]Zander, Ernst (1984): Führen ohne Dogma. Zeitgemäßer Führungsstil im Großunternehmen. In: DIE ZEIT 07.12.1984.